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Als "Busschleife" wird die 'Hermann-Scheer-Straße' ganz im Westen Vaubans verwaltungstechnisch noch geführt. Doch eigentlich ist die verlängerte Achse der Vaubanallee mehr als nur eine Wendemöglichkeit für Busse. Es gibt dort einen lebhaften Umsteigebetrieb zwischen Stadtbahn, Bus und Taxi. Die rege Nutzung des neuen Bolzplatzes trägt ebenfalls zur Belebung des Areals bei. Als Anbindung an St. Georgen und als westlicher Quartierszugang erfüllt die Hermann-Scheer-Straße eine wichtige Funktion. Nach dem Tode von Hermann Scheer (14. Oktober 2010 in Berlin), der sich als Politiker der SPD und Abgeordneter des Deutschen Bundestages engagiert für den Ausbau der erneuerbaren Energien eingesetzt hat, startete der Stadtteilverein Vauban eine Initiative, die 'Busschleife' in 'Hermann Scheer-Straße' zu benennen. Leider hat der Gemeinderat diesen Vorschlag damals nicht unterstützt. Der Stadtteilverein Vauban wendet sich nun nochmals an den Gemeinderat Freiburg, die Straße mit der Busschleife in 'Hermann Scheer-Straße' zu benennen. Unterstützung gibt es von der Tochter Hermann Scheers, Nina Scheer (Mitglied des Bundestages), mehreren Freiburger Gemeinderäten und der SPD-Fraktion. Hermann Scheer verstarb am 14. Oktober 2010 in Berlin. Er war Mitglied des Deutschen Bundestages und er wurde dort zu den Müttern und Vätern des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes gezählt. Dieses hat später maßgeblich auch in Vauban die Voraussetzung geschaffen, eine kostendeckende Einspeisevergütung für die an den Gebäuden installierten Solarenergieanlagen zu ermöglichen. In Baden-Württemberg war Hermann Scheer in verschiedenen Tätigkeiten und Funktionen aktiv: Er studierte in Heidelberg und war später wissenschaftlicher Assistent an der Universität Stuttgart. Danach wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kernforschungszentrum Karlsruhe. Auf der politischen Bühne trat er als Landesvorsitzender der baden-württembergischen Jusos in Erscheinung. Auch ein besonderer Bezug zu Freiburg war vorhanden. Neben Vorträgen und Auftritten sticht die Verleihung der Deutschen Solarpreise 2004 im Historischen Kaufhaus ins Auge. Im Beisein von Oberbürgermeister Dieter Salomon überreichte Hermann Scheer den Deutschen Solarpreis für den Bereich Städte und Gemeinden an die Stadt Freiburg. Die Jury von Eurosolar hat als besonderen Verdienst für die Preisauszeichnung die Unterstützung des Bürgerengagements angeführt. Den zahlreichen engagierten Bürgern in Vauban, den Baugruppen und vielen beratenden Menschen und Institutionen war Hermann Scheer eine wichtige, inspirierende Kraft. Er hat eine umfassende Vorarbeit geleistet, die es viel problemloser ermöglichte, einen zukunftsweisenden Modellstadtteil mit hohem Anteil erneuerbarer Energien Wirklichkeit werden zu lassen. Der Stadtteil Vauban und seine Bewohnerschaft sind Hermann Scheer dafür dankbar und sie würden sich bestimmt freuen, wenn als Anerkennung eine Straße im Quartier seinen Namen trägt.
Ursprünglich war geplant, die Stadtbahnlinie Vauban bis zur Dorfmitte Merzhausen zu verlängern. Dieses Vorhaben wurde verworfen, weshalb heute die Linie 4 durchs Quartier hin zum angrenzenden Stadtteil St. Georgen geführt wurde. Von der Endschleife in Vauban sollte die Stadtbahn später durch St. Georgen fahren und an der Munzinger Straße den Ringschluß vollenden. Diesen Plan hat inzwischen der Freiburger Gemeinderat trotz massiver Proteste ad acta gelegt. Die St. Georgener Bürger müssen sich darauf einstellen, auf unabsehbare Zeit vom Stadtbahnnetz abgekoppelt zu bleiben. Zudem plant die Bahn, den Haltepunkt 'St. Georgen' stillzulegen, wenn der S-Bahnhof an der Innsbrucker Straße eingerichtet wird. Was den ÖPNV angeht, wird es zukünftig im Stadtteil nur noch ein vollkommen unzureichendes Busangebot geben. In der Konsequenz läuft die Freiburger Verkehrspolitik in St. Georgen also auf eine konzentrierte Förderung des individualen Autoverkehrs hinaus! Lesen Sie, was es mit der Grünfläche in der Endschleife und der verworfenen Verlängerung der Stadtbahnlinie auf sich hat. |
Hermann Scheer-Straße
Hausnummern:
[Die Hermann-Scheer-Straße hat bislang noch keine offizielle Widmung erhalten, aus diesem Grund wurden dort auch keine Hausnummern vergeben. Es ist auch nicht geplant, neben dem VAG-Häuschen weitere Gebäude zu errichten. Sollte später einmal dem kleinen Gebäude eine Nummer zugeteilt werden, müßte es nach der üblichen Vergabepraxis die Nummer "1" sein.] |
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